3. Mai 2010 / Public Relations

Vitamin D ist ein Gesundbrunnen

Optimierter Vitamin D-Spiegel senkt Erkrankungsrisiko und entlastet Gesundheitsetats – Experte empfiehlt Besonnung und Nahrungsergänzung zur Deckung des Vitamin D-Bedarfs

Veldhoven, 3. Mai 2010 (SRF) – Eine Erhöhung des durchschnittlichen Vitamin D-Spiegels im Blut von 20 auf 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) würde das Risiko, schwere Erkrankungen – darunter zahlreiche Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, bakterielle und virale Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose, Demenz und Herzinsuffizienz – zu erleiden, um bis zu 50 Prozent senken. Außerdem würde die Sterberate bei diesen Krankheiten um 23 Prozent zurückgehen. Zu diesem auf die Niederlande bezogenen Ergebnis kommt William B. Grant, einer der weltweit renommiertesten Experten auf dem Feld der Vitamin-D-Forschung, in einer in der Fachzeitschrift „Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology“ veröffentlichten Studie.
In einer ähnlich gelagerten Untersuchung, die sich auf Deutschland bezieht, führt Armin Zittermann, Leiter der Studienzentrale Herzchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, aus, dass sich bei einer ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Vitamin D die Kosten der deutschen Gesundheitsetats um bis zu 37,5 Milliarden jährlich senken ließen.
„Es ist erstaunlich, wie wenig Eingang die zahlreichen wissenschaftlichen Belege über die positiven Wirkungen einer optimierten Vitamin D-Versorgung in das von offizieller Seite bereitgestellte Informationsangebot im Bereich der Gesundheit finden“, kritisiert Grant die öffentliche Informationspolitik vor dem Hintergrund seiner Studienergebnisse. Die europäischen Staaten sollten, schlägt der Wissenschaftler weiter vor, ihre Richtlinien für Nahrungsergänzungsmittel so weiterentwickeln, dass sie einen höheren Vitamin D-Gehalt erlauben. Zudem empfiehlt Grant maßvolle Besonnung im Freien oder unter dem Solarium zur Deckung des menschlichen Vitamin D-Bedarfs. .

In seiner Studie bestimmt William B. Grant auf Basis des aktuellen Forschungsstands am Beispiel der Niederlande die Auswirkungen einer erhöhten Vitamin D-Versorgung auf das Erkrankungs- und Sterberisiko. Ein durchschnittlicher Vitamin D-Spiegel von 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter Blut (40 – 60 ng/ml) gilt in der Wissenschaft als Wert, ab dem Vitamin D seine positiven Wirkungen optimal entfalten kann. Vitamin D wird, angeregt durch UV-Strahlung, zu 90 Prozent über die Haut gebildet.

Das Sunlight Research Forum (SRF) ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in den Niederlanden. Ihr Ziel ist es, die neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Effekte maßvoller UV-Strahlung auf den Menschen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hinweis:
Zusammenfassungen der Beiträge “Grant, William B.; Schuitemaker, Gert: Health benefits of higher serum 25-hydroxyvitamin D levels in The Netherlands; in: Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology” sowie “A. Zittermann: The estimated benefits of vitamin D for Germany; in: Molecular Nutrition & Food Research 2010/54” finden sich auf der SRF-Webseite www.sunlightresearchforum.eu zum Download.

Quelle: Sunlight Research Forum

Anhang

SRF-PI_03.05.2010 (PDF)